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Bistum Regensburg Umwelt & ökosoziale Gerechtigkeit

Ökosoziale Gerechtigkeit Der Beitrag der Diözese Regensburg

Leitlinien zur Bewahrung der Schöpfung

 

Schöpfungsleitlinien 2021 der Diözese Regensburg von Bischof verabschiedet

Im Rahmen der Ökumenischen Schöpfungszeit findet in der Diözese Regensburg heuer nicht nur der traditionsreiche Schöpfungstag statt. Nach intensiven Beratungen in verschiedenen Gremien der Bistumsleitung wurden heute, am 15. September, die aktuellen Schöpfungsleitlinien 2021 als programmatische Selbstverpflichtung der Diözese von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer unterzeichnet. In den Leitlinien werden die Bemühungen um Klimagerechtigkeit als pastorale Herausforderung qualifiziert, die alle Handlungsfelder umfasst. Die Diözese Regensburg legt mit diesen Leitlinien Zeugnis für ein schöpfungsbewusstes Glaubensverständnis ab.
Siehe auch: Pressebericht auf www.bistum-regensburg.de

 

Inhalte der Leitlinien zur Bewahrung der Schöpfung

In den Handlungsfeldern Schöpfungsspiritualität, Aus- und Fortbildung, gesellschaftliche Verantwortung sowie Öffentlichkeitsarbeit will die Diözese beispielsweise die bisherigen Traditionen wie Schöpfungstag und –preis ausbauen und verpflichtet sich zu einem jährlichen Bericht, in dem sie transparent Rechenschaft über ihr ökologisches Engagement ablegt.

Für die klar messbaren Handlungsfelder einer CO2-Klimabilanz wie Gebäudemanagement, Beschaffung, Biodiversität auf Außenanlagen, Mobilität sind die Ziele des Klimaschutzkonzeptes von 2019 aufgegriffen und mit konkreten Einzelmaßnahmen wie Solaroffensive oder Heizungstausch belegt. Auch eine Beschaffungsordnung soll auf den Weg gebracht werden. Der flächendeckende Umstieg auf Ökostrom wird weiterhin gefördert.

Dieses Feld des Glaubensvollzugs wird auch strukturell gestärkt und in der personellen Besetzung der Fachstellen Umwelt & ökosoziale Gerechtigkeit und Klimaschutz sowie der fest installierten diözesanen Steuerungsrunde Klimaschutz fix verankert.

 

Was ist neu an den neuen Leitlinien zur Bewahrung der Schöpfung?

Basis für dieses ökologische Grundsatzprogramm sind einerseits diözesane Vorgängerversionen aus den Jahren 2004, 2006 und 2011 und andererseits die Handlungsempfehlungen der Deutschen Bischöfe „Schöpfungsverantwortung als kirchlicher Auftrag“ vom Herbst 2018.

Die früheren "Schöpfungsleitlinien" waren eine Mischung aus theologisch-sozialethischer Herleitung und Best-Practice-Beispielen und sollten die damals noch punktuellen Initiativen würdigen sowie zum allgemeinen Mitmachen anregen.

In den zehn Jahren seit der letzten Fassung wurde das ökologische Profil der Diözese wesentlich gestärkt, die Leitlinien 2021 konnten nun auf einer neuen, verbindlicheren Qualitätsebene formuliert werden. Im Vergleich zu den früheren Auflagen ist das wegweisende Dokument deutlich gekürzt und erfüllt nun die eigentliche Funktion von "Leitlinien", als knappe systematische Auflistung von relevanten Handlungsfeldern mit dazugehörigen Zielen und Maßnahmen. Die Leitlinien haben nun den Charakter einer Selbstverpflichtung und eines Bekenntnisses zur Gesamtheit des ökologischen Anliegens. Das Klimaschutzprojekt ist in diese Grundlage eingebettet.

Ergänzend dazu wird ab 2022 jedes Jahr zum Stichtag 1. Mai ein Jahresbericht veröffentlicht, der die Fortschritte in den einzelnen Handlungsfeldern darstellt. Darin werden auch BestPractice-Beispiele gewürdigt, die zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Diözese als Zentralorganisation und der Pfarreien beitragen.

 

Entscheidungsprozess, Verabschiedung und Geltungsbereich

Ein abteilungsübergreifendes Redaktionsteam erarbeitete in Abstimmung mit der Steuerungsrunde Klimaschutz und weiteren ökologisch engagierten Teams im Bistum seit Frühjahr 2021 eine Vorlage, die schließlich im Juli 2021 von der Ordinariatskonferenz diskutiert und mit kleinen Anmerkungen angenommen wurde. Bischof Dr. Voderholzer bestätigt dieses einmütige Votum mit seiner Unterschrift am 15. September 2021. Die Leitlinien zur Bewahrung der Schöpfung treten am 4. Oktober 2021 in Kraft und gelten für alle diözesanen Ebenen von der Zentralen Verwaltung bis zu den Pfarreien.

 

Regensburg, 15. September 2021
Beate Eichinger, Umweltbeauftragte der Diözese Regensburg