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Bistum Regensburg Umwelt & ökosoziale Gerechtigkeit

Ökosoziale Gerechtigkeit Der Beitrag der Diözese Regensburg

Energiesparen - im Ordinariat und in den Pfarreien

Als Zielvorgabe des diözesanen Klimaschutzprojektes gilt, die CO2-Emissionen der Diözese Regensburg insgesamt bis 2030 um 50% zu reduzieren. Die beste Strategie, die Umwelt zu schonen, bleibt: Energie einsparen und kreative, ressourcenleichte Lebensformen entwickeln. Die Energiekrise seit dem Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, die Preissteigerungen und die drohenden sozialen Verwerfungen verstärken diese Grundhaltung.

Nach einem ersten Aufruf von Anfang August mit empfohlenen Energiesparmaßnahmen (siehe z.B. Checklisten unten) wird für die Zentralen Liegenschaften der Diözese Regensburg ab 24.10.2022 auf Anweisung des Herrn Generalvikar nunmehr angeordnet:

  • Gemeinschaftsflächen, die nicht dem Aufenthalt von Personen dienen, werden nicht mehr geheizt (z.B. Flure, Abstellräume).
  • In den normalen Büroräumen (leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit) wird die Temperatur auf 19 Grad Celsius gesenkt.
  • Private Heizgeräte sind verboten.
  • Bei Dienstende sind Computer, Bildschirme, Drucker, Multifunktionsgeräte auszuschalten (Faxe und Multifunktionsgeräte mit Faxeinheit können angeschaltet bleiben).
  • Bei Verlassen des Büros nach Dienstende: Schaltbare Steckdosenleisten ausschalten; Fenster schließen; Heizung auf max. "1" stellen, wenn ein Thermostat vorhanden ist; Licht ausschalten

Der Dienstgeber wird zusammen mit der MAV in Zukunft Stichprobenkontrollen über die Einhaltung dieser Maßnahmen in den Zentralen Liegenschaften machen. Die Pfarreien sind ebenfalls gebeten, ihren Heiz- und Stromverbrauch deutlich zu senken.

Kirchliche Empfehlungen und staatliche Vorgaben:

Klimafonds der Diözese Regensburg

Neben Energieeinsparungen sind auch investive Maßnahmen u.a. zur Effizienzsteigerung wichtig. Um nachhaltige Projekte v.a. in den Pfarreien zu unterstützen wurde ein zweckgebundener Klimafonds für die Haushaltsjahre 2020-2022 über € 1 Mio errichtet. Die Anreize werden schrittweise in Paketen entwickelt und gelten alle rückwirkend ab dem 01.01.2020.


Solaroffensive - Stand: Oktober 2022

Die Solaroffensive im Rahmen des diözesanen Klimaschutzprojektes zeigt Früchte. Zusätzlich zu den knapp vierzig bestehenden Solaranlagen aus allen früheren Jahren mit insgesamt ca. 850 kWp wurden allein im Jahr 2022 bisher 12 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 325 kWp genehmigt, über 60 weitere Kirchenstiftungen haben ihr Interesse am Bau von Solaranlagen bekundet.


Ab 01. Mai 2021: Förderpaket 3

Jetzt von noch mehr nachhaltigen Zuschüssen profitieren!

Zusätzlich zu den ersten beiden Förderpaketen, können nun weitere 5 Maßnahmen über den Klimafonds der Diözese Regensburg finanziert werden.

Förderbaustein 11: Kostenlose Photovoltaikbegleitung und Dachvermietung

  • Unterstützung bei der Errichtung einer PV-Anlage durch BERR (Bürger Energie Region Regensburg e.V.)
  • Möglichkeit einer Dachvermietung und günstigen Mieterstroms
  • Fördersatz 100%

Förderbaustein 12: Errichtung einer Photovoltaik-Anlage

  • Leistungsabhänigige Bezuschussung einer PV-Anlage im Eigenbetrieb
  • Fördersatz 200€ je kWp installierter Nennleistung
     

Förderbaustein 13: Kostenlose Beratung zum Antragsverfahren für einen Heizungstausch

  • Hilfestellung beim vereinfachten stiftungsaufsichtlichen Antragsverfahren für einem Heizungstausch von fossilen auf regenerative Energieträger
  • Leitfaden und Antrag zum Download unter "Dokumente"
  • Fördersatz 100%

Förderbaustein 14: Nachhaltiger Heizungstausch

  • Zusätzlich zu staatlichen Fördermitteln, wird ein Heizungswechsel bezuschusst
  • Abhängig von Heizungsanlage bis zu 5.000€

Förderbaustein 15: Gestaltung nicht-landwirtschaftlich genutzter Flächen

  • Artgerechte Nutzung und Pflege in Kooperation mit Landschaftspflegeverbänden
  • Fördersatz 100%

Interessiert? Um die Förderbausteine zu beantragen, reicht eine formlose E-Mail an klimaschutz(at)bistum-regensburg.de


Ab 01. Dezember 2020: Förderpaket 2

Jetzt von noch mehr nachhaltigen Zuschüssen profitieren!

Zusätzlich zum Förderpaket 1 (bleibt weiterhin in Kraft), können nun weitere 5 Maßnahmen über den Klimafonds der Diözese Regensburg finanziert werden.

Förderbaustein 6: Kostenlose Beratung zum Solaranlage-Antragsverfahren

  • Hilfestellung beim vereinfachten stiftungsaufsichtlichen Antragsverfahren für Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen
  • Leitfaden und Antrag zum Download unter "Dokumente"
  • Fördersatz 100%

Förderbaustein 7: Kostenlose Beratung zu staatlichen Fördermitteln

  • Beratung zu aktuellen staatlichen Fördergeldern im Bereich "Energieeffizientes Heizen"
  • Unterstützung bei der Antragstellung
  • Fördersatz 100%

Förderbaustein 8: Maßnahmen zur Optimierung von Bestandsheizungen

  • Maßnahmen, die die Effizienz von Bestandsheizungen steigern, z.B. hocheffiziente Heizungsumwälzpumpen, moderne Regelungstechnik, Einstellung der Heizkurve
  • Die Maßnahme darf nicht Teil einer geplanten oder genehmigten Baumaßnahme sein
  • Fördersatz 50% (max. 2000€) nach Vorlage der Rechnung

Förderbaustein 9: Maßnamen zur Verbesserung der Wärmeverteilung

  • Maßnahmen, die den Wärmefluss von Bestandheizungen optimieren, z.B. Hydraulischer Abgleich, Dämmung von Rohrleitungen, voreinstellbare Thermostatventile etc.
  • Die Maßnahme darf nicht Teil einer geplanten oder genehmigten Baumaßnahme sein
  • Fördersatz 50% (max. 2000€) nach Vorlage der Rechnung

Förderbaustein 10: Erstanschluss an ein Nah- oder Fernwärme Netz - entfällt (siehe Förderpaket 3) -

    Interessiert? Um die Förderbausteine zu beantragen, reicht eine formlose E-Mail an klimaschutz(at)bistum-regensburg.de


    Tarifwechsel zu echtem Ökostrom

    Aktuell gibt es zwei kirchliche Rahmenverträge: mit Naturstrom und mit E.ON (siehe Ökostrombrief an die Pfarreien)

    Die Empfehlung des Bistums: Im Rahmen des diözesanen Klimaschutzkonzeptes treten ab 01.01.2021 alle von der Bischöflichen Administration verwalteten Rechtsträger und die Schulstiftung der Diözese Regensburg dem Rahmenvertrag mit der Naturstrom XL GmbH bei und beziehen somit echten Ökostrom (mit dem Grüner-Strom-Label [GSL] zertifiziert). Die Leitung des diözesanen Klimaschutzprojektes erhofft sich, dass die Kirchenstiftungen möglichst flächendeckend diesem Vorbild folgen und die günstigen Konditionen aus dem bayernweiten Rahmenvertrag nutzen. Alle kirchlichen Einrichtungen und Pfarreien können so einen besonderen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.

    Ihre Vorteile auf einen Blick:

    • Marktkonforme, faire Gleitpreisregelung bei beiden Rahmenvertragspartnern
    • günstigeres Dienstleistungsentgelt beim netto Arbeitspreis bei Naturstrom (0.99ct) als bei E.ON (1,24ct.)
    • Im Gegensatz zu E.ON liefert Naturstrom weiterhin Heizstrom
    • Echter GSL Ökostrom (darunter fällt E.ON nicht)
    • Zusätzlicher Anreiz: Im Falle von Mehrkosten werden bis zu 500€ für das erste Umstellungsjahr rückerstattet
    • Verzicht auf Grundgebühren (Ausnahme: E.ON bei RLM - Anlagen)

    Um das Tarifangebot zu erhalten schicken Sie einfach dieses Interessentenformular an Naturstrom!


    Ab 1. September 2020: Förderpaket 1

    Jetzt von nachhaltigen Zuschüssen profitieren!

    Aktuell können die Pfarreien aus 5 Förderbausteinen wählen, die über den Klimafonds der Diözese Regensburg finanziert werden.

    Förderbaustein 1: Energieberatung durch die Energieagentur Regensburg e.V.

    • Gebäudebegehung und -bericht mit Zustandserfassung und Maßnahmenempfehlungen
    • Maximal 3 Gebäude pro Kirchenstiftung
    • Fördersatz 100%

    Förderbaustein 2: Photovoltaikprüfung

    • Detaillierte Photovoltaik-Simulation und Wirtschaftlichkeitsprognose
    • Nur in Kombination mit Förderbaustein 1
    • Die Maßnahme darf nicht Teil einer geplanten oder genehmigten Baumaßnahme sein
    • Fördersatz 100%

    Förderbaustein 3: Ausbildungskurs "Kirchliche Umweltauditor/in" ab März 2021

    • Fünfteilige Weiterbildung unter der Leitung von Beate Eichinger mit Input von FachreferentInnen und Praxiseinheiten zu den Themen Energie, Mobilität, Beschaffung etc.
    • Befähigung zur Einführung eines zertifizierten Umweltmanagementsystems in den Pfarreien
    • Fördersatz 100% (ca.350€/Platz)
    • Maximale Teilnehmeranzahl: 16

    Förderbaustein 4: Lichttechnische Maßnahmen

    • Beleuchtungsoptimierung (z.B. austauschbare LED-Lampen, Bewegungsmelder etc.)
    • Die Maßnahme darf nicht Teil einer geplanten oder genehmigten Baumaßnahme sein
    • Fördersatz 50% (max. 2000€) nach Vorlage der Rechnung

    Förderbaustein 5: Tarifwechsel auf Ökostrom

    • Tarifwechsel zu einem GSL zertifizierten Ökostromanbieter (z.B. günstiger kirchlicher Rahmenvertrag mit Naturstrom)
    • Mehrkostenerstattung bis zu 500€ nach Einreichung der Jahresabrechnungen

    Interessiert? Um die Förderbausteine zu beantragen, reicht eine formlose E-Mail an klimaschutz(at)bistum-regensburg.de


    Unterlagen zur Datenerhebung 2019

    In einem ersten Projekt-Abschnitt wurden die bisherigen Verbräuche und Gewohnheiten in den drei Handlungsfeldern Gebäude/Energie, Mobilität und Beschaffung erfasst. Seit Anfang Februar 2019 waren die Bistumsangehörigen mit Hilfe eines breit gestreuten Informations- und Motivationsflyers und bei diversen Gremien und Schulungen über den Projektstart informiert worden. Mit Hilfe der hier einsehbaren Umfrage- und Erfassungsbögen wurde von März - Juli 2019 eine solide Datenbasis erhoben, die Projektgruppe dankt den Pfarreien, Einrichtungen und dem hauptamtlichen Personal sehr herzlich für die rege Teilnahme.

    Arbeitsphase Juli - Dezember 2019

    Aus dem ermittelten Ist-Bestand der Verbräuche werden seit Juli 2019 verschiedene Einsparpotenziale identifiziert, erforderliche Maßnahmen abgestimmt, finanzielle Fördermöglichkeiten ausfindig gemacht und Einsparziele festgelegt. Bis Mitte Dezember wird das Gesamtkonzept dem Bundesumweltministerium zur Genehmigung vorgelegt. Nach der Bewilligung soll ab Mitte 2020 die Umsetzungsphase starten.

    Was hat die einzelne Pfarrei, die Einrichtung, das Bildungshaus, der/die einzelne Mitarbeiter/in vom Mitmachen?

    • Ökologisch sinnvolle Einsparmaßnahmen reduzieren oft nicht nur Umweltschäden, sondern auch ganz konkrete Betriebskosten.
    • CO2-Reduktion ist eine notwendige Investition in die Zukunft, ein Beitrag zur Generationengerechtigkeit.
    • Wenn wir als Teil der Kirche unsere Schöpfungsverantwortung im eigenen Gestaltungsraum umsetzen, werden wir auch gesamtgesellschaftlich ernst genommen.
    • Für die Ökologisierung unseres kirchlichen Lebens können wir neue, der Kirche entfremdete Menschen, (wieder)gewinnen.
    • Nachhaltiges Wirtschaften entspricht dem Aufruf von Papst Franziskus (nicht nur in Laudato sí) und ist Wesensbestandteil glaubwürdigen Christseins.