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Bistum Regensburg Umwelt & ökosoziale Gerechtigkeit

Ökosoziale Gerechtigkeit Der Beitrag der Diözese Regensburg

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Mit dem Grünen Buch für die Schöpfung -
11 neue Kirchliche Umweltauditor/innen ausgebildet

Regensburg/Passau. Mit dem diözesanübergreifenden Ausbildungskurs „Kirchliches Umweltmanagement“ von April bis Oktober 2025 konnten sich wieder 11 hoch motivierte Mitarbeitende für systematisches Schöpfungshandeln in kirchlichen Einrichtungen qualifizieren.

Teilnehmende – schwerpunktmäßig aus Pfarreien
Die Absolventen und Absolventinnen bildeten eine gemischte Gruppe aus Ehrenamtlichen aus sieben Pfarreien und drei Referentinnen aus der Diözese Passau. Aus der Pfarrei Burgweinting nahmen sogar zwei Ehrenamtliche am Kurs teil. In den Lerneinheiten konnten die verschiedenen Erfahrungshintergründe gewinnbringend für alle genutzt werden.

Kursinhalte – theoretische Systematik, spirituelle Motivation und bunte Praxisbeispiele
Bei der Aus­bil­dung zum kirch­li­chen Umwelt­au­di­tor ler­nen die Teil­neh­men­den unter ande­rem wie man öko­lo­gi­sche Pro­jek­te in der Pfar­rei ver­wirk­li­chen kann, ein Umwelt­ma­nage­ment ein­führt und wie man ganz gene­rell Schöp­fungs­theo­lo­gie und Nach­hal­tig­keit vor Ort umset­zt. In fünf Kursmodulen mit 22 Lehreinheiten vertiefte die Kursgruppe ihre Kenntnisse in den Kernbereichen Energiesparen bei Stromverbrauch und Heizung, Mobilität, ökofairer Einkauf, Nutzerverhalten und spirituelle Motivation. Sie wurden in das "Grüne Buch" eingeführt, in dem die Checklisten und Herangehensweisen für die Einführung des Umweltmanagementsystems und eine systematische Erstellung der Ökobilanz zusammengefasst sind. So kann der ökologische Fußabdruck einer Pfarrei oder einer Einrichtung kontinuierlich verbessert werden.

Jedes Kursmodul fand an einem anderen Lernort mit Anschauungspotenzial statt: LVHS Niederalteich, Energiebildungszentrum Regensburg, Kloster Strahlfeld, Haus Maximilian Passau und im neu sanierten Haus Hermannsberg bei Wiesent. Die Theorie-Einheiten wurden von Praxiseinheiten vor Ort ergänzt, z.B. Vorführung verschiedener Reinigungsmittel, Besichtigung einer Pellets-Heizung und der Wiesen im Vertragsnaturschutzprogramm mit Schafen und Bienen, interaktive Ausstellung um:welt im Energiebildungszentrum in Regensburg (Link: https://www.um-welt.bayern/).

Ertrag - für die Gruppe, die Kirche und die Schöpfung
Am Ende des Abschluss-Moduls am 20.-21. Oktober 2025 unterzogen sich alle Teilnehmende einem Kolloquium und zeigten dabei ihr neu erworbenes Wissen. Im Rahmen einer anschließenden Dankandacht überreichte Sandra Mirwald als stellvertretende Hauptabteilungsleiterin feierlich die Zertifikate. Die Absolvent/innen sind mit dieser Ausbildung befähigt, Umweltmanagement in ihren eigenen Pfarrgemeinden einzuführen und den Aufbau eines Umweltmanagement-Systems auch in anderen Einrichtungen zu begleiten.

In der Reflexion wurde die vertrauensvolle Lernatmosphäre und Gruppendynamik als das „besondere Etwas“ des Kurses hervorgehoben. Ein Teilnehmer bilanziert im Nachhinein: „Ich erinnere mich noch gut an eine Übung, bei der wir je nach unserem jährlichen Stromverbrauch Schritte nach vorne machten – einfach, aber sehr eindrucksvoll. Solche praktischen Beispiele machten das Lernen angenehm. … Vor diesem Kurs wusste ich gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt – dass Menschen sich wirklich um die Umwelt kümmern und andere dazu anleiten, sie zu schützen. Dass kleine Schritte den Beginn einer langen Reise bedeuten.“

Fotos zum Kurzbericht KirUm2025