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Bistum Regensburg Umwelt & ökosoziale Gerechtigkeit

Ökosoziale Gerechtigkeit Der Beitrag der Diözese Regensburg

Das Klimaschutzkonzept für die Diözese Regensburg

Die Öko-Enzyklika Laudato sí von Papst Franziskus ist ein Weckruf an alle Menschen. Die Rede über Schöpfungsverantwortung muss sich im eigenen Tun widerspiegeln. So macht sich die Diözese Regensburg offiziell seit 1. Januar 2019 im Rahmen eines vom BMU geförderten Klimaschutzprojektes auf den Weg, ihre Ökobilanz in den Handlungsfeldern Gebäude/Energie, Mobilität und Beschaffung kritisch zu beleuchten und ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Damit leistet sie zugleich einen Beitrag zum ehrgeizigen Klimaziel der Bundesregierung, bis 2030 deutschlandweit die CO2-Emissionen zu halbieren.

Presseerklärung vom 18. Februar 2019 (Text), veröffentlicht auf Bistums-Homepage (Screenshot)

Offizielle Klimaschutz-Auftaktveranstaltung

Feierliche Bestätigung des Projektbeginns vom 1. Januar 2019

Am Freitag, 10. Mai 2019, fand im Senatssaal der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden die Auftaktveranstaltung für das neue Klimaschutzkonzept der Diözese Regensburg statt. In festlichem Rahmen wurden die ersten Ergebnisse der Datenauswertung, sowie der zeitliche Rahmen und die Ziele des neuen Klimaschutzkonzeptes erläutert. Die Präsidentin der Technischen Hochschule bedankte sich für die Kooperation bei diesem Projekt. "Seit Gründung unserer Hochschule vor 25 Jahren gehört die Forschung zur nachhaltigen Energieversorgung und zur Steigerung der Energieffizienz zu unseren Kernkompetenzen an der OTH Amberg-Weiden", so Hochschulpräsidentin Prof. Andrea Klug. Der Generalvikar des Bistums Regensburg, Michael Fuchs machte sich den Grundgedanken der Enzyklika Laudato sí zu eigen und betonte: "Alles hängt mit allem zusammen". Das Klimaschutzprojekt zeige "den Wert jeder einzelnen Maßnahme, und sei sie noch so klein, wie auch den Wert jeder einzeln mitverantwortlichen Person in unserer Diözese auf".

Klimaschutzkonzept mit Datenerhebung und Maßnahmenkatalog

"Heute ist auch für das Bistum Regensburg ein sogenannter friday for future!", so stellte der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Regensburg, Domkapitular Thomas Pinzer, den Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Debatte her. Das Bistum Regensburg möchte sich mit diesem Klimaschutzkonzept "auf den Weg in eine nachhaltige und ökologische Zukunft begeben". Ein integriertes Klimaschutzkonzept beleuchtet nicht nur den Bereich des Energieverbrauches, sondern auch die Bereiche Mobilität und Beschaffung. "Damit wollen wir ein bestmögliches Ergebnis für die Einsparung von CO2-Emissionen erreichen", erklärte Markus Brautsch, Leiter des Instituts für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden. Nach Eingang aller Fragebögen zu den drei Handlungsfeldern wird die Projektgruppe bis Dezember 2019 einen Maßnahmenkatalog und eine Zielvorgabe für den Ausstoß der CO2-Emmissionen für das Bistum Regensburg erarbeiten. Das Gesamtkonzept wird mit einem Fördermittelantrag beim Projektträger in Jülich eingereicht.

Umsetzung des Klimaschutz-Konzeptes ab 2020

"Wir werden zusätzlich auch eine/n Klimaschutzmanager/in einstellen, der oder die für die Umsetzung des Maßnahmenkataloges zuständig sein wird", so Domkapitular Thomas Pinzer. Die Umweltbeauftragte und Koordinatorin des Klimaschutzkonzeptes, Beate Eichinger, stellte zum Abschluss der Auftaktveranstaltung die eigens entwickelte Homepage für Fragen zu Umwelt & Ökosoziale Gerechtigkeit im Bistum Regensburg vor. "Diese Homepage soll zur Bewusstseinsbildung aller Menschen beitragen und als Kommunikationsplattform rund um das Klimaschutzkonzept dienen", so Beate Eichinger.

Die öffentlichkeitswirksame Auftaktveranstaltung beim Projektpartner IfE (Institut für Energietechnik) an der OTH Amberg-Weiden diente der Kommunikation und Beteiligung der Akteure. Beim ökologischen Imbiss im Anschluss wurden weitere Kontakte untereinander geknüpft und Pläne geschmiedet.

Ausführlicher Pressebericht auf Bistums-Homepage.

weitere Fotos zum Austausch beim ökologischen Imbiss finden Sie hier.


Um was geht’s?

CO2-Emissionen werden erzeugt

  • beim Gebäudebetrieb (Heiz- und Stromenergie),
  • in der Mobilität (Antriebsenergie),
  • in der Beschaffung (Produktionsenergie von Verbrauchsgütern).

In allen drei Handlungsfeldern können wir in unseren Pfarreien, Einrichtungen, Büros und Verwaltungen ansetzen mit der Reduktion bzw. der Umstellung auf klimafreundliche Alternativen:

Handlungsfeld
Gebäude:

  • Verbrauch reduzieren z.B. durch Sanierung, neue Heizung, bewusstes Nutzerverhalten
  • Umstieg auf erneuerbare Energieträger für Wärme und auf Ökostrom
  • Verdrängung des CO2-Ausstoßes durch Energieproduktion, z.B. Photovoltaik

Handlungsfeld
Mobilität:

  • Verbrauch reduzieren z.B. mit Fahrgemeinschaften, Spritsparkurse
  • Umstieg auf erneuerbare Energie: Fuß, Rad, Bus, Bahn, E-Mobilität mit Ökostrom
  • Verdrängung des CO2-Ausstoßes, z.B. Carsharing, Kompensation bei Klimakollekte

Handlungsfeld
Beschaffung:

  • Nachhaltige Kaufkriterien für z.B. Papier, Büromaterial, Lebensmittel, Reinigung
  • Förderung des fairen Handels
  • Regionale Produktionsstandorte, nicht Zwischenhändler

Wer macht mit? Wie ist der Zeitplan?

Die Arbeitsgruppe Klimaschutzkonzept mit zwölf Mitgliedern aus den hier gezeigten Gremien und Abteilungen des Ordinariats ist nach einigen Vorarbeiten offiziell zum 1. Januar 2019 gestartet. Die Projektleitung hat Domkapitular Thomas Pinzer übernommen, die Koordination wurde der Umweltbeauftragten Beate Eichinger übertragen. Bis 31. Dezember 2019 erstellt die Projektgruppe ein Konzept, das verschiedene Verbesserungsziele und Maßnahmenpakete für die drei Handlungsfelder Gebäude/Energie, Mobilität und Beschaffung definiert.

Projektgruppe Klimaschutz (v.l.n.r.):
Hans Amann/Diözesansteuerausschuss, Hans Gfesser/Bischöfl. Sekretariat, Anja Meier-Eisch/Justitiarin, DK Thomas Pinzer/Leiter, Beate Eichinger/Koordinatorin, Sabine Faderl und Paul Höschl/Bischöfl. Baureferat, Dr. Johannes Frühwald-König/Generalvikariat, Manfred Fürnrohr/Diözesane Räte, Klaus Hofbauer/Diözesansteuerausschuss;
es fehlen: Matthias Walter/Stiftungsaufsicht, Maximilian Conrad/IfE


Die Erstellung dieses Klimaschutzkonzeptes wird als Bestandteil der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium finanziell gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen, Kirchen oder Bildungseinrichtungen.